Bürgerversammlung zum Neubau der Zweifeldsporthalle Bad Gottleuba
Am 10. März fand in der Turnhalle der Oberschule Bad Gottleuba eine gut besuchte Bürgerversammlung zum geplanten Neubau der Zweifeldsporthalle statt. Bürgermeister Thomas Peters machte gleich zu Beginn deutlich, warum das Projekt dringend nötig ist: Die bestehende Halle ist rund 100 Jahre alt und entspricht längst nicht mehr heutigen Standards. Eine Sanierung wäre weder sinnvoll noch zukunftsfähig – ein Neubau ist das Ziel.
Doch die Rahmenbedingungen sind herausfordernd. Die Stadt ist als Schulträger verantwortlich, gleichzeitig aber finanziell stark eingeschränkt. Zwischen 3 und 7 Millionen Euro müssten gestemmt werden. Der Sachsenfonds könnte 1,5 Millionen beitragen, weitere Mittel könnten aus der Strukturförderung kommen. Dennoch bleibt eine Finanzierungslücke von rund 2,5 Millionen Euro. Trotz dieser Hürde zeigte sich Bürgermeister Thomas Peters optimistisch, dass das Projekt gelingen kann.
Auch aus Sicht des SV Medizin Bad Gottleuba wäre die neue Halle ein großer Gewinn. René Klinger schilderte eindrücklich die Belastungen für die Handballabteilung: hohe Hallenmieten, lange Fahrtwege, steigende Kosten. Eine moderne, spieltaugliche Halle vor Ort würde Zeit, Geld und viele Kilometer sparen – und vor allem den 133 sportbegeisterten Kindern zugutekommen.
Dipl.-Ing. Oliver Marr vom Planungsbüro Basler & Hofmann stellte die aktuelle Konzeptstudie vor. Sie befindet sich in Phase 3 von insgesamt 7 Projektstufen. Ziel ist ein möglichst ressourcenschonender Bau mit wenig Rückbau und minimalen Erdbewegungen. Auch ein Solarsystem auf dem Dach wäre möglich. Gleichzeitig betonte Marr, wie wichtig die Akzeptanz in der Bevölkerung ist – Themen wie Lärmschutz, Emissionen, Verkehr und Parkraum fließen selbstverständlich in die Planung ein.
Neben kritischen Fragen gab es auch klare Unterstützung: Viele sehen im Projekt eine große Chance für Schule, Vereine und den gesamten Ort – und einen wichtigen Baustein, um den Schulstandort langfristig zu sichern.
Trotz aller Herausforderungen bleibt die Stimmung hoffnungsvoll: Wenn Stadt, Vereine und Bürgerschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, kann die neue Zweifeldsporthalle zu einem echten Zukunftsprojekt für Bad Gottleuba werden.
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SJ